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Auf einen Blick vom 10.05.2012 - Krankenhaus zahlt Witwe 75.000 Euro Entschädigung
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Beate Solf (70) ist wirklich eine tapfere Frau! Was hat sie nicht alles verkraften müssen: den Tod ihres Mannes, die Trauer - und dazu noch den jahrelangen Kampf um Gerechtigkeit. Doch am Ende hat sie hat sie nun mithilfe von auf einen Blick zumindest eine kleine Genugtuung erfahren. Es war so bitter: 44 Jahre waren Beate und Franz Solf (†66) aus Wesel (NRW) verheiratet, freuten sich auf einen schönen Lebensabend. Doch nach einer Herzattacke kam Franz Solf ins Krankenhaus, wo er eines Nachts hilflos und verwirrt aufwachte. Im Schlafanzug irrte er durch die Gänge, wollte nach Hause. Eine Krankenschwester brachte ihn zurück in sein Zimmer. „Dort wollte sie ihm zeigen, dass es draußen nass und kalt war und er deswegen nicht nach Hause könne“, erzählt Beate Solf. „Obwohl er aufgeregt und desorientiert war, öffnete sie ihm ein Fenster. Er kletterte unter ihren Augen auf die Fensterbank und stürzte in die Tiefe. Eine Stunde später starb mein Mann an seinen Verletzungen.“ Beate Solf verklagte die Klinik, doch die zog das Entschädigungsverfahren über Jahre in die Länge. Erst als auf einen Blick über den Tod des Rentners berichtete und in der Klinik nachfragte, warum man die Sache immer wieder hinauszögerte, kam Bewegung in den Fall. Das Krankenhaus stimmte schließlich einem Vergleich zu: Die Witwe bekam 75 000 Euro Entschädigung zugesprochen. „Dies ist richtungsweisend und stärkt die Rechte von Angehörigen“, erklärt Patientenanwalt Stefan Hermann (46). Beate Solf ist froh, dass sie mehr als sechs Jahre nach dem Tod ihres Mannes doch noch zu ihrem Recht kam. Sie hat zwei behinderte Söhne (45 und 48), um die sie sich kümmern muss. Erleichtert sagt sie: „Wenn ich einmal nicht mehr bin, sind die Kinder zumindest finanziell abgesichert.“ |
Meerbuscher Nachrichten vom 18.04.2012 - 16 Millionen Euro für einen falschen Not-Kaiserschnitt
Die in Meerbusch lebende Muna Abdi kämpft für das Wohl ihres Sohnes. Wegen einem fehlerhaften Not-Kaiserschnitt ist der heute 14-jährige Abschir Abdi schwerstbehindert.
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Meerbusch. Eigentlich sollte die Geburt eines Kindes immer ein erfreuliches Ereignis sein. Doch im Falle von Muna Abdi aus Meerbusch war es leider anders. Eine Notoperation mit Kaiserschnitt sollte das Leben ihres Sohnes für immer verändern. Am 20. Juli 1997 kam Abschir Abdi im St. Josefhopsital in Uerdingen zu Welt. Doch etwas lief schief während der OP - das Gehirn des Säuglings bekam zu lange keinen oder nur unzureichend Sauerstoff. Das Ergebnis war verheerend: Der heute 14-jährige ist seit seiner Geburt schwerstbehindert. Eine Lebenslange Aufgabe für die Mutter. |
Bild.de vom 19.04.2012 - Rabiater Orthopäde renkt Nacken ein – Schlaganfall!
Jetzt klagt Svenja (31) auf 50 000 Euro Schmerzensgeld
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Rabiater Orthopäde renkt Nacken ein – Schlaganfall! Ihre Geschichte klingt unglaublich, aber sie ist wahr: Svenja paukte für ihr Examen an der Uni Bonn (Sozialmanagement), klagte über Nackenprobleme. Nach der erfolgreichen Prüfung ging sie im Ruhrgebiet zu einem Orthopäden. Dort geschah das Unfassbare:
„Ohne was zu sagen nahm der meinen Kopf und riss ihn herum. Einfach so. Es krachte. Ich dachte noch, was ist das denn für ein Vollidiot.“ Seine Begründung: Er würde das immer so überraschend machen, weil die Patienten sonst nicht locker wären beim Einrenken der Halswirbel...Keine zwei Wochen später brach Svenja nach einer Bootstour an einem heißen Tag zusammen. Die Diagnose der Rettungssanitäter: zu wenig getrunken, Dehydrierung. Nach einer Infusion wurde sie nach Hause geschickt. Ein krasser Fehler. Svenja zu BILD.de: „Ich konnte kaum noch laufen, lag eine Woche in der Ecke rum. Dann schleppte ich mich in ein anderes Krankenhaus. Ich torkelte da rein, heulte ohne Ende.“
Die Klinik-Ärzte nahmen sich ihrer an – und machten zunächst einen Schwangerschaftstest. Zur Sicherheit wurde sie aber noch in eine MRT-Röhre zur Kernspinuntersuchung geschoben. Svenja: „Plötzlich sprang der Arzt am Monitor auf. Er sah weiße Flecken im Gehirnbild.“ Fehlende Durchblutung. Die Schock-Diagnose: SCHLAGANFALL!
So kam heraus: Bei der krassen Einrenk-Aktion war Svenjas linke Halsarterie verletzt worden. Es bildete sich ein Blutgerinnsel. Der Klumpen setzte sich wie ein Pfropfen in der Ader fest, verstopfte sie – und löste zehn Tage später den Schlaganfall aus. Svenja zu BILD.de: „Mir war schwindelig. Ich war wie dauerbetrunken, litt unter Aufmerksamkeitsstörungen, fühlte mich wie in Watte gepackt.“ Jetzt hat Svenja den Orthopäden verklagt. Sie hatte einfach nur Riesenglück, dass sie ohne Lähmungen davon kam, nicht ins Koma fiel, erklärt Patienten-Anwältin Sabrina Diehl (30) aus Marl: „Was der Orthopäde sich da geleistet hat, ist unfassbar. Wir fordern 50 000 Euro Schmerzensgeld plus Schadenersatz.“
Und wie verteidigt sich der Arzt: „Leider kann ich aus versicherungstechnischen Gründen keine Auskunft zum konkreten Sachverhalt geben.“ Er sieht seinerseits aber „kein schuldhaftes Verhalten“. |
Bild.de vom 03.04.2012 - Nach Knie-OP an den Rollstuhl gefesselt
Nach einem Eingriff am gesunden Bein kann Maja nicht mehr laufen
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Badminton, Inline-Skating, Joggen, Radfahren, Pilates: Das waren die Hobbys von Maja S. (28) aus Bochum. Jetzt sitzt sie im Rollstuhl. "Ein Arzt hatte neben ihrem kaputten linken auch das gesunde rechte Knie aufgeschlitzt und eine Sehne entnommen. „Ohne mich zu fragen!“, sagt Maja. Ein unfassbarer Ärztepfusch-Vorwurf, der vor Gericht landete. Warum genau Maja nun nicht mehr laufen kann, ist medizinisch nicht geklärt. Die Rollstuhlfrau aus Bochum selbst sagt: „Mein linkes Bein ist taub, nicht mehr funktionstüchtig. Die Muskulatur spannt sich nicht an. Es fühlt sich an wie eine taube Backe nach dem Zahnarztbesuch. Ich kann so nicht laufen, bin zu Hause eingesperrt.“
WIE KAM ES ZU DER SCHICKSALSHAFTEN OP? Das Knie schlackerte, Maja arbeitete aber weiter. Mit Krücken humpelte sie nach Hause. Das Gelenk schwoll an, wurde grün und blau, tat höllisch weh – trotz Salbe und Lymphdrainage. Als Maja es nach ein paar Tagen nicht mehr aushielt, ging sie zum Arzt. Diagnose: Kreuzbandriss! Eine typische Sportler-Verletzung, die aber schon lange erfolgreich operiert werden kann. Die Knie-Experten eines Bochumer Krankenhauses entschieden sich zu einer Kreuzband-OP unter Vollnarkose.
Nach der OP dann der Schock: Das kaputte linke Knie tat kaum noch weh. Aber das rechte! Das Krankenhaus zu BILD.de: „Hier ist kein Fehler passiert. Die OP verlief einwandfrei. Ob ein Aufklärungsfehler vorliegt, muss ein Gericht klären.“
Nach der OP, sagt Maja, wurden die Schmerzen im zuvor gesunden Bein immer schlimmer, trotz starker Medikamente wie Tavor, Targin und Diazepam. „Man sagte mir nur, ich solle nicht so rumjammern. Ich würde Schmerzmittel kriegen wie ein Elefant und stelle mich schlimmer an als eine 80-jährige Hüft-Patientin...“ Ein Jahr ist der Kreuzbandriss nun her. Maja: „Ich ging auf zwei Beinen ins Krankenhaus. Jetzt sitze ich im Rollstuhl. Das ist ein Albtraum!" Warum genau Maja zur Rollstuhlfrau wurde, ist noch ein Rätsel. OP-Pfusch? Nerv-Schädigung? Oder ein Psycho-Schock? BILD.de fragte Sportmediziner Dr. Roland Kretsch (50) nach den möglichen Gründen. Kretsch spricht von einem „rätselhaften Fall“. Aber: Medizinisch sei „alles möglich“. Besonders schlimm: „Mit jedem Tag im Rollstuhl bauen Muskeln und Gelenke mehr und mehr ab.“ Psychologe Christian Lüdke (51) schließt psychische Gründe für die Lähmung nicht aus: „Es gibt tatsächlich Fälle von Schock-Lähmungen als psychogene Störungen. Die können auch monatelang anhalten. Nach einem Jahr spricht aber einiges für andere, tiefer liegende Gründe, die nach der Knie-OP zur völligen Erstarrung geführt haben können.“ Majas Alltag seit fast sieben Monaten: keine Arbeit, Krücken, Rollstuhl, immer fremde Hilfe, kein Sport mehr, eingeschränktes Sex-Leben mit ihrem Freund (zehn Jahre zusammen) wegen der Bein-Taubheit. Ihr Anwalt: „Wir klagen auf 150 000 Euro Schmerzensgeld plus Schadenersatz.“ Das Krankenhaus zu BILD.de: „Wir sehen einem Prozess gelassen entgegen.“ Jetzt wird das Landgericht Bochum den rätselhaften Rollstuhl-Fall entscheiden müssen.
Ärztepfusch – ein Dauerthema. In Deutschland sind den aktuellsten Zahlen zufolge allein 2010 mehr als 1700 Menschen durch Behandlungsfehler oder mangelhafte Medizinprodukte ums Leben gekommen. Andere Schätzungen gehen sogar von jährlich rund 17000 Todesopfern aus. |
Bild.de vom 21.03.2012 - Krankenschwester lässt Patienten aus Fenster fallen
Jetzt bekommt die Witwe 75.000 Euro Schmerzensgeld
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Voerde – Was für ein tragischer Fall: Eine Krankenschwester öffnet einem verwirrten Patienten nachts das Fenster, will ihm den Schnee zeigen. Er schubst sie zur Seite, stellt einen Stuhl auf den Tisch, klettert auf die Fensterbank und stürzt in einen Betonschacht. Tot! Dies ist die traurige Geschichte von Patient Franz S. († 66) und der armen Krankenschwester, die den Fehler ihres Lebens machte. Franz S. hatte Herzflimmern, stürzte vom Fahrrad. Der Notarzt rettete ihm das Leben. Reanimation! Der Herz-Patient kam in eine Klinik in Wesel am Niederrhein (NRW). Sein Zustand: kritisch. Das Gehirn war zu lange ohne Sauerstoff. Hilflos war er, verwirrt. Auch, als er in jener tragischen Nacht auf den 25. November 2005 aufwachte. Er stand mit dem Schlafanzug auf dem Flur, war unruhig, tief traurig, wollte nach Hause zu seiner Ehefrau Beate (70). Die Schwester kümmerte sich liebevoll um Franz S. Sie öffnete das Fenster, wollte ihm den Schnee zeigen, damit er sich beruhigt und wegen des schlechten Wetters wieder ins Bett legt und einschläft. Doch dann geschah die Tragödie. Als das Fenster auf war, sah Franz S. die Fluchtmöglichkeit, um endlich nach Hause zu kommen. Er kletterte auf das Sims – und stürzte von der Fensterkante ab. Die Nachtschwester wollte ihn noch fassen, aber ihre Griffe gingen ins Leere. Ihr Patient stürzte ein Stockwerk in die Tiefe, schlug in einem offenen Betonschacht auf, erlitt furchtbare Kopfverletzungen und starb eine Stunde später. Vor dem Duisburger Landgericht lief nach dem Todessturz ein Zivilprozess an. Das Aktenzeichen: 8 O 268/10. Es ging um 180 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz. Jetzt endet das Verfahren mit einem Vergleich. Patienten-Anwältin Sabrina Diehl (30) aus Marl (NRW), die die Witwe vertritt, sagte BILD.de: „Das Krankenhaus und wir haben dem Vergleichsvorschlag des Gerichts rechtskräftig zugestimmt. Jetzt bekommt die Witwe 75 000 Euro für ihr Leid. Dieses Geld hilft ihr sehr.“
Damit ist der tragische Fall juristisch abgeschlossen. Und rechtlich sehr interessant. Arzthaftungs-Experte Stefan Hermann (46): „Die Witwe erhält ein Angehörigen-Schmerzensgeld. Das ist hier bemerkenswert. In anderen europäischen Ländern gibt es das schon laut Gesetz; in Deutschland aber noch nicht.“ |
Glücks Revue vom 08.03.2012 - "Sie haben mein Glück zerstört"
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Nadine (24) brachte per Kaiserschnitt ihr Kind zur Welt. Alles ging gut. Aber dann spürte sie höllische Schmerzen. |
Auf einen Blick vom 01.03.2012 - Ein Arzt hat mein Leben verpfuscht!
Mediziner vergaß bei OP Bohrer in der Schulter von Gerhard Krebs
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Sein halbes Leben lang hat Gerhard Krebs als Maurer auf dem Bau geschuftet, hat die Jahre bis zur Rente gezählt, Pläne für den Ruhestand geschmiedet. Nie hätte sich der Witwer aus Dorsten (Westfalen) vorstellen können, dass sein erhofftes Glück im Alter so einfach platzen könnte. Und doch ist genau das passiert. Krebs gegen über auf einen Blick: „ Jetzt bin ich 76 und muss jeden Tag gegen die Schmerzen kämpfen - und gegen die Ärzte.“ Sein Leidensweg begann im Winterurlaub vor gut drei Jahren. „Ich war beim Skilanglauf auf die Schulter gefallen.“ Ein Sturz, wie er täglich zigmal passiert, eine Verletzung, wie sie sich jeder durch eine kleine Unachtsamkeit zuziehen kann. Doch für Gerhard Krebs war der Sportunfall der Beginn einer endlosen Odyssee. Wieder zu Hause, suchte er einen Arzt auf. Dessen Diagnose: ein gebrochenes Schultergelenk. In einem Dorstener Krankenhaus setzte man Krebs eine Prothese ein. Ein Routine-Eingriff, anschließend begann die Reha. Die Schmerzen aber blieben. Krebs ging in die Schultersprechstunde der Klinik Bergmannsheil in Bochum. Dort versprach man ihm Linderung. Seine „Billig-Prothese“ müsse lediglich durch eine neue, angeblich bessere ersetzt werden. Schon wieder eine OP! Krebs Stimmte zu, sagt heute: „Es war der größte Fehler meines Lebens.“ Denn bei diesem Eingriff passierte eine schlimme Panne: Der Operateur „vergaß“ eine abgebrochene Bohrerspitze im Gelenk des Patienten. Auf dem Röntgenbild kann selbst ein medizinischer Laie den Pfusch erkennen (siehe rechts).
Die Folge war eine schwere, dauerhafte Entzündung. Statt sein Rentnerdasein zu genießen, sieht der Alltag von Gerhard Krebs nun so aus: Jeden Tag muss er zum Arzt, wo die eiternde Wunde geöffnet und Sekret abgesaugt wird. Krebs: „Ohne Medikamente geht Tagsüber gar nichts. Nachts werde ich mehrmals wach und kann erst wieder schlafen, wenn die Schmerzmittel wirken.“ Das Fatale an seiner Situation: Eine weitere OP zur Entfernung der Bohrerspitze ist wegen seines schwachen Herzens nicht möglich. Da schaltete er den auf Patientenrecht spezialisierten Anwalt Stefan Hermann ein. Er fordert Schmerzensgeld und Schadensersatz in Höhe von 63.000 Euro für seinen Mandanten. Die Klinik bedauert auf Nachfrage von auf einen Blick, „dass es zum Abbruch der Bohrerspitze gekommen ist.“ Man könne nachvollziehen, dass die Situation belastend sei. Mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren hieß es, wolle man zu weitergehenden Detailfragen jedoch keine Aussagen machen. |












